Aktuelles zum Falkeneck: Grüne Kritik wirkt …

Nachdem die Betriebsratsvorsitzende der BDH-Klinik und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Christel Pitsch, Vertreterinnen und Vertreter aller Fraktionen im Stadtparlament und den Bürgermeister zu einem Informationsbesuch in die Klinik eingeladen hatte, wurde die Brisanz der Entscheidung des Kreisausschusses, das Falkeneck an einen privaten Betreiber zu vermieten, schnell klar. Im Mittelpunkt der nun beginnenden öffentlichen kritischen Diskussion zur Zukunft des Gesundheitsstandorts Braunfels stand vor allem, dass die örtlichen Akteure in die Gespräche über eine Nachnutzung des Gebäudes nicht einbezogen und damit komplett ignoriert wurden.

Daraufhin hat unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di, die dieses Vorhaben ebenso skeptisch sieht, im Vorfeld zur Gesellschafterversammlung des Klinikums Wetzlar zu einer Kundgebung aufgerufen, bei der scharfe Kritik an den Plänen des Kreises zu Lasten des Gesundheitsstandorts Braunfels geäußert wurde. Die Schar der Kritiker ist groß: Nicht nur aus der Bevölkerung war Unverständnis zu hören, auch die Fraktionen der Grünen und der Linkspartei im Kreistag äußerten sich wie die Betriebsräte und die IG Falkeneck sehr kritisch. Erfreulicherweise haben sich mittlerweile weitere Fraktionen im Braunfelser Stadtparlament unserer Sichtweise nach und nach angeschlossen und unterstützen jetzt offene Gespräche.

Immerhin bewegt sich inzwischen etwas: Nach den Protesten hat der Landrat heute, am 23. Februar, mitgeteilt, dass er offen für weitere Gespräche ist und die BDH-Klinik gebeten hat, eine Konzeption zum Weiterbetrieb des Falkeneck vorzulegen.

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