Mit unserem Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2026 fordern wir den Erhalt des Gesundheitsstandorts Braunfels. Die aktuellen Entscheidungen zur Zukunft der Klinik Falkeneck sehen wir deshalb sehr kritisch. Entsprechend nahm Maria Schelberg, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag und Stadtverordnete in Braunfels, in der Presse Stellung:
„Sehr überrascht über die plötzlich doch rasch kommunizierten Entscheidungen“ zeigt sich Maria Schelberg, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag. Sie sagt dazu: „Der Landrat hat sich entschieden, an einem wichtigen Gesundheitsstandort mit maximaler Intransparenz zu agieren. Dies kritisieren und bedauern wir, gerade mit Blick auf die Beschäftigten, deren Zukunft nach wie vor unsicher ist.“
Auf „völliges Unverständnis“ stößt bei den Grünen, „dass offenbar eine weitere neurologische Reha-Klinik aufgebaut werden soll“. Damit entstünde eine unnötige Konkurrenzsituation zur bereits etablierten BDH-Klinik. „Hier sind wir der Überzeugung, dass es im Sinne von Beschäftigten und Patient:innen bessere Lösungen gegeben hätte, beispielsweise eine geriatrische Rehabilitation“, betont die Braunfelserin. „Wir werden die Entwicklungen des Gesundheitsstandorts Braunfels weiter kritisch begleiten, um die gute gesundheitliche Versorgung der Menschen im Lahn-Dill-Kreis aufrechtzuerhalten und zu fördern.“ (WNZ v. 6. Februar 2026)
Aktuelles v. 23. Februar 2026:
Nachdem die Betriebsratsvorsitzende der BDH-Klinik und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Christel Pitsch, Vertreterinnen und Vertreter aller Fraktionen im Stadtparlament und den Bürgermeister zu einem Informationsbesuch in die Klinik eingeladen hatte, wurde die Brisanz der Entscheidung des Kreisausschusses, das Falkeneck an einen privaten Betreiber zu vermieten, schnell klar. Im Mittelpunkt der nun beginnenden öffentlichen kritischen Diskussion zur Zukunft des Gesundheitsstandorts Braunfels stand vor allem, dass die örtlichen Akteure in die Gespräche über eine Nachnutzung des Gebäudes nicht einbezogen und damit komplett ignoriert wurden.
Daraufhin hat unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di, die dieses Vorhaben ebenso skeptisch sieht, im Vorfeld zur Gesellschafterversammlung des Klinikums Wetzlar zu einer Kundgebung aufgerufen, bei der scharfe Kritik an den Plänen des Kreises zu Lasten des Gesundheitsstandorts Braunfels geäußert wurde. Die Schar der Kritiker ist groß: Nicht nur aus der Bevölkerung war Unverständnis zu hören, auch die Fraktionen der Grünen und der Linkspartei im Kreistag äußerten sich wie die Betriebsräte und die IG Falkeneck sehr kritisch. Erfreulicherweise haben sich mittlerweile weitere Fraktionen im Braunfelser Stadtparlament unserer Sichtweise nach und nach angeschlossen und unterstützen jetzt offene Gespräche.
Immerhin bewegt sich inzwischen etwas: Nach den Protesten hat der Landrat heute, am 23. Februar, mitgeteilt, dass er offen für weitere Gespräche ist und die BDH-Klinik gebeten hat, eine Konzeption zum Weiterbetrieb des Falkeneck vorzulegen.
Aktuelles v. 10. März 2026
Die Braunfelser Grünen waren heute erneut zu Besuch in der BdH -Klinik Braunfels und konnten sich über die aktuelle Entwicklung mit dem Geschäftsführer Herr Noske austauschen.
Unterstützt durch die Grünen und den Betriebsrat der BDH-Klinik hatte die Gewerkschaft Ver.di im Februar den erfolgreichen Widerstand gegen die Vermietung des Falkenecks an einen privaten Betreiber organisiert.
Nach der Jahreshauptversammlung der IG Falkeneck, in der Mitglieder und interessierte Bürgerinnen und Bürger durch den Vorsitzenden Herrn Breithecker informiert wurden, hat sich gezeigt, dass hier der richtige Weg eingeschlagen wurde.
Der Stadtverband der Braunfelser Grünen unterstützt die Geschäftsführung bei ihren Plänen, den Gesundheitsstandort Falkeneck in eigener Trägerschaft zu bewirtschaften. Sie wird diesen Prozess weiter begleiten.
