Es gehört seit Jahren zur politischen Tradition in Braunfels: Der Stadtverband der Grünen lädt zum Neujahrsempfang ein. Etwa 70 Gäste aus dem politischen Umfeld in Stadt und Kreis erlebten eine abwechslungsreiche und von vielen Gesprächen geprägte Veranstaltung im Kurparktreff.
Helga Rinn-Böttcher, Sprecherin des Vorstands des Stadtverbandes, begrüßte eine illustre Schar von Teilnehmer*innen. Darunter waren der Stadtverordnetenvorsteher Michael Hollatz, Vertreter*innen der SPD, der Bürger für Braunfels, der CDU und der Grünen aus Stadt und Kreis.
Nach Grußworten von Gerd Mathes (SPD-Fraktionsversitzender), Michael Hollatz, Martin Krohn (Kreisgrüne) und Stefan Zabeschek (Sprecher des Kreisverbandes der Grünen LDK) berichtete Maria Schelberg (Vorsitzende der Kreistagsfraktion und Stadtverordnete der Grünen) über die Arbeit der Kreistagsfraktion seit dem Ende der Koalition von SPD, FWG, Grünen und FDP am Jahresende 2024. Sie thematisierte die notwendige Neuorientierung und den anfänglich das politische Klima prägenden Vertrauensverlust, aber auch die neugewonnene Unabhängigkeit der politischen Arbeit. Kritisch sah sie vor allem, dass die durch den Ersten Kreisbeigeordneten Heinz Schreiber geschaffenen Strukturen mit der Auflösung der Stabsstelle des Energiemanagers und dessen Versetzung in die Bauabteilung verändert worden sind.
Für die Fraktion ließ der für die letzten Wochen der Wahlperiode nach dem Ausscheiden von Brigitte von Zydowitz aus dem Parlament neu gewählte Fraktionsvorsitzende Martin Lüpkes die gesamte Wahlperiode Revue passieren. Er hob besonders die vertrauensvolle und freundschaftliche wie zielführende Zusammenarbeit mit den Fraktionen der SPD und Bürger für Braunfels hervor und erinnerte an den Beitritt der Stadt zum Bündnis Klimakommune Hessen, den Beschluss zum Bau der Windräder, der Förderung der Fotovoltaik, die gemeinsam forcierte Haushaltskonsolidierung, das für die Stadt auf den Weg gebrachte Infrastrukturkonzept und mehr, kritisierte jedoch die in Teilen nicht wirksame Umsetzung der Beschlüsse.
Schließlich stellten sich mit Helga Rinn-Böttcher, Marcus Gollub, Christel Pitsch, Beate Quilitzsch-Schuchmann, Marion Gollub, Christian Lotz, Dr. Karin Rinn, Andreas Späth und Bärbel Kamphausen-Muser einige der Kandidat*innen für die Kommunalwahl vor.
Für mit viel Beifall bedachte Musik sorgte 2INJOY mit Florezell Amend (Gesang) und Michael Diehl (Gitarre). Natürlich gaben wie jedes Jahr die Braunfelser Originale „Kall und Mine“, gespielt von Christel Pitsch, Helga Rinn-Böttcher, Maria Schelberg und Martin Lüpkes, einen Einblick in ihre spezielle Sicht auf die Politik in der Stadt und der Welt überhaupt, und das wie immer verbunden mit der Erkenntnis, sie wählten natürlich die Grünen – verbunden mit einer Würdigung ihres 2025 verstorbenen geistigen Urhebers, des grünen Urgesteins Wolfgang Gerster.


















Alle Fotos (c): K., M. und P. Lüpkes



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